Kontaktlose Audiosysteme mit Decken- oder Wandarrays erfassen Sprache, ohne dass Redner ein Mikrofon bedienen müssen. Mithilfe von Beamforming kann ein System den Standort eines fragenden Zuschauers automatisch erkennen und dessen Stimme sauber aufnehmen – ein Ansatz, der besonders hybride Townhalls, Auditorien und Boardrooms verändern könnte.
Für mobile Sprecher beschreibt der Beitrag WMAS als wichtigen Entwicklungsschritt. Statt jedes Funkmikrofon auf einem schmalen, eigenen Frequenzkanal zu betreiben, bündelt der Breitbandansatz zahlreiche Audiokanäle in einem größeren Spektrumblock und soll so auch in dicht belegten Funkumgebungen mehr Betriebssicherheit ermöglichen.
Parallel dazu wird DECT NR+ als selbstheilendes, latenzarmes Funknetz für professionelle Audioanwendungen eingeordnet. Der Standard arbeitet im dedizierten 1,9-GHz-Band und kann Geräteverwaltung sowie Monitoring direkt in die drahtlose Infrastruktur integrieren, ohne auf das lokale WLAN oder Mobilfunknetz angewiesen zu sein.
Nach der Aufnahme wandern die Audiosignale zunehmend über die vorhandene IT-Infrastruktur. Protokolle wie Dante, AES67, Ravenna und ST 2110 ersetzen dabei klassische lange Analogverkabelungen durch netzwerkbasiertes Routing. Für Veranstaltungs- und Konferenztechnik entstehen dadurch flexiblere, interoperable Systeme, bei denen die Technik im Raum weniger sichtbar ist und sich leichter an wechselnde Produktionsabläufe anpassen lässt.
Quelle: https://www.avnetwork.com/business/expert-opinions/the-future-is-heard-not-seen